Gesellschaft CJZ Frankfurt e.V.Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt e.V. Fon 0179 / 59 21 157 |
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Lesung mit Petra Kunik
Museum Judengasse - 18.30 bis 20 Uhr
Eingang Battonstraße 47, Frankfurt
Heinrich Heine, selbst immer wieder mit Antisemitismus konfrontiert, zeichnet 1840 in seinem Romanfragment das düstere Bild der wechselhaften und oft von Gewalt beherrschten Geschichte der Juden. Heine bricht mit „Der Rabbi von Bacharach“ das heile Bild der deutschen Rheinromantik und erinnert an die besondere jüdische Geschichte. Heinrich Heine beschreibt in seinem Romanfragment den fröhlich weinseligen Sederabend im Hause des Rabbiners von Bacharach. An dem festlich gedeckten Tisch versammelten sich nicht nur die bedeutenden Familien der jüdischen Gemeinde, auch zwei fremde Gäste haben Platzgenommen. Die angeblichen Glaubensbrüder schmuggeln eine Kinderleiche unter den Tisch, um den Juden in Bacharach einen Kindsmord anzuhängen. Heine greift in der Erzählung eine Ritualmordlegende auf. 1287 wurde die Leiche des jungen Werner von Bacharach im Rhein angeschwemmt. Die jüdische Gemeinde wird beschuldigt ihn ermordet zu haben. Im Roman können nur der Rabbi und seine Frau, die „schöne Sara“, in einem Boot, in das Frankfurter Judenghetto endkommen.
In Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt/M.